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© Oskar C. Neubauer, Courtesy Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024

05. NOV – 05. DEZ
2026
BOOM TSCHAK: 20 Jahre Doris Uhlich

Mit BOOM TSCHAK: 20 Jahre Doris Uhlich widmet das Tanzquartier Wien der Lokalmatadorin und international gefeierten Choreografin vom 5. November bis 5. Dezember 2026 eine große Personale zwischen radikaler Körperkunst, Tanz, Sound und Exzess.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Doris Uhlich eine Praxis entwickelt, in der sie Tanz als eine Form intensivster Präsenz, Selbstermächtigung und gemeinschaftlicher Erfahrung versteht. In der Zusammenarbeit mit Menschen mit sehr unterschiedlichen Körpern, körperlichen Voraussetzungen, Ausbildungslevels und Biografien hinterfragt sie normative Vorstellungen von Schönheit und Virtuosität. Zugleich erzeugen ihre Arbeiten kraftvolle Bilder von Körpern in Aktion, die divers und selbstbestimmt sind und sich kompromisslos gegen vorgegebene Rollen und Grenzen zur Wehr setzen. Egal, ob Uhlich große Gruppen im öffentlichen Raum zusammenbringt oder intime Begegnungen im Proberaum schafft: In ihrer Arbeit wird Choreografie zu einer künstlerischen und zu einer sozialen Praxis, die in der Lage ist, Gemeinschaft zu schaffen und Räume zu öffnen, in denen Menschen ihre Körper anders erfahren – sowohl für sich selbst als auch in Beziehung zu anderen. Mit politischer Dringlichkeit, körperlicher Intensität und einer ansteckenden Energie bewegt sich ihr Werk zwischen zeitgenössischem Tanz, Clubkultur und partizipativer Praxis und lädt Publikum und Performer*innen gleichermaßen zu Erfahrungen der Transformation, der Ekstase und des Miteinanders ein.

Von den Anfängen bis zu den großen Bangern: Das Festival bietet Einblicke in Uhlichs bisheriges Œuvre und damit die Möglichkeit, in ein reiches künstlerisches Universum einzutauchen, Verpasstes nachzuholen oder einen Klassiker einfach nochmal zu sehen. Das umfassende Programm lässt anhand von fünf Schwerpunktsetzungen rote Fäden, inhaltliche Querverbindungen und neue Perspektiven auf einzelne Schaffensphasen entdecken: Die Early Works werfen ein Schlaglicht auf selten gezeigte Arbeiten aus Doris Uhlichs Frühwerk sowie auf ihre ersten choreografischen Beschäftigungen mit Biografien und Körpern, die ihre Arbeitsweise bis heute prägen. Der Schwerpunkt World of Ballet versammelt ein Best-of ihrer künstlerischen Rebellionen gegen die Normen und Formen des ehrwürdigen Bühnentanzes. Die Arbeiten unter dem Titel Welcome to the Machine rütteln am Verhältnis zwischen Mensch und Maschine, zwischen Körper und neuen Technologien. Gootopian Times umfasst unterschiedliche Arbeiten und Anordnungen, in denen Interaktionen zwischen Körpern und dem expressiven Material Schleim Vorstellungen von fluideren Lebensformen eröffnen. Und nicht zuletzt repräsentiert der Schwerpunkt Naked Works einen zentralen Strang in Uhlichs Schaffen: die Emanzipation des Körpers von normierenden Blicken, Schönheitsidealen und festgelegten Rollen.

Den Auftakt bildet die Buchpräsentation von The Future is Naked, das anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums von Doris Uhlich als Choreografin erscheint. Screenings, Publikumsgespräche und Workshops komplettieren das Programm.

Neben den Stücken im TQW sind auch das ortsspezifische Format von TANK im Josephinum, die One-on-One-Performance Gootopian Treatment im brut Wien und Gootopia – Dripping Sculptures im Belvedere 21 Teil des Programms. Weitere Informationen und Tickets sind bei den jeweiligen Veranstaltern erhältlich.

Ein Festival von Tanzquartier Wien und insert in Kooperation mit brut Wien, Belvedere 21 und Josephinum

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  • Credits

    Ein Festival von Tanzquartier Wien und insert Tanz und Performance GmbH in Kooperation mit brut Wien, Belvedere 21 und Josephinum – Medizinhistorisches Museum Wien. Gefördert von Stadt Wien Kultur (MA 7).

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