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Performances
11.02. –
12.02.
2022

LIGIA LEWIS

Still Not Still

©

© Moritz Freudenberg

„Es ist vernünftig, die Welt an der Grenze von Sinn und Nicht-Sinn zu verorten. Man dreht sich und dreht sich und dann bleibt man stehen und fällt zu Boden. Was ist toter als tot?“ – Ligia Lewis 

Ligia Lewis entwickelt eine Choreografie für sechs Performer*innen, eine Komposition, die auf dem Ausschluss Schwarzer und anderer nicht-weißer Menschen basiert. Als Reaktion auf diesen „dark space“ der Aussparung nutzt Lewis die Dunkelheit als Ort für kritische Bilder und Imaginationen. Dabei verwendet sie die frühe musikalische Form der Complainte – ein langes Klagelied oder musikalisches Gedicht. Durch das Zusammentreffen von Komödie und Tragödie evoziert Lewis mit poetischer und komödiantischer Kraft eine einzigartige theatralische Sprache voll von schwarzem Humor und surrealistischen Bildern, die jede Vorstellung von historischem Fortschritt zunichte macht.

Lewis imaginiert eine Welt außerhalb der Zeit, eine Welt im Stillstand. Kann eine Geschichte, die voller Fehler, Lücken und Löcher ist, insbesondere für diejenigen, die nicht in ihren Geltungsbereich fallen, der Vergangenheit überlassen werden? Kann die Geschichte oder eine bestimmte Form von ihr abgetötet, als Leiche entblößt und ihrer Vernunft beraubt werden? Angesichts der Tatsache, dass Geschichte fehlbar und unzureichend ist – und von ihren Siegern geschrieben wurde –, stellt sich die Frage, was entstehen könnte, wenn sie zu Grabe getragen wird. Still Not Still nimmt als lang anhaltendes Lamento Gestalt an und bietet als formale Erwiderung auf die Geschichte eine Klage, eine musikalisch-performative Reklamation.

Zeit

19:30–21:10

Spielort

TQW Halle G

Dauer

100 Min

Preis

€ 20/15/10

Zusätzliche Informationen

Zutrittsregelung: 2G (geimpft oder genesen). Das Tragen einer FFP2-Maske für die gesamte Dauer des Besuchs ist verpflichtend.

  • Termine

    • FR
      11.02.

      Ligia Lewis

      Still Not Still

      19:30 – 21:10 (PM)

      TQW Halle G

    • SA
      12.02.

      Ligia Lewis

      Still Not Still

      19:30 – 21:10 (PM)

      TQW Halle G

  • Biografie

    Ligia Lewis

    entwirft gefühlsgeladene Choreografien, in denen sie die Metaphern und gesellschaftlichen Einschreibungen des Körpers thematisiert. Ihr Werk ist komplex und von akribisch gestalteten Formen der Verkörperung geprägt. Wenn diese auf klangliche und visuelle Metaphern treffen, schaffen sie Raum für das Unbestimmte, das Rätselhafte und Dissonante. Ihre Performances touren weltweit und wurden u. a. in der Fahrenheit / Flax Foundation, Los Angeles, in der Tate Modern, London, und im Palais de Tokyo, Paris, gezeigt und zu Festivals wie American Realness / Abrons Art Center, New York, Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer, Berlin, und donaufestival, Krems, eingeladen. Zu den Preisen und Auszeichnungen, die Ligia Lewis erhalten hat, gehören u. a. der Förderpreis der Foundation for Contemporary Arts (2018), ein Bessie Award für „Outstanding Production“ für minor matter (2017) und der Prix Jardin d’Europe von ImPulsTanz für Sorrow Swag (2015). 2021 erhielt sie die Tabori Auszeichnung. Ligia Lewis’ Bühnenwerke werden vom HAU Hebbel am Ufer, Berlin, (ko-)produziert und repräsentiert. ligialewis.com
  • Credits

    Konzept, Choreografie, künstlerische Leitung
    Ligia Lewis

    Performance
    Boglárka Börcsök, Darius Dolatyari-Dolatdoust, Cassie Augusta Jørgensen, Justin Kennedy, Ligia Lewis, Jolie Ngemi

    Dramaturgie
    Maja Zimmermann

    Outside Eye
    Dragana Bulut

    Lichtdesign, technische Leitung
    Joseph Wegmann

    Bühnenbild
    Claudia Besuch (Gali)

    Kostüm
    Marta Martino

    Sounddesign, Komposition
    S. McKenna

    Akustik- und E-Gitarre
    Joey Gavin

    Assistenz
    Lissa-Johanna Volquartz

    Bühnentechnik (Tour)
    Şenol Şentürk

    Produktionsleitung
    Hannes Frey (HAU Hebbel am Ufer)

    Produktionsassistenz
    Vera Laube (HAU Hebbel am Ufer)

    Touring, Distribution
    Nicole Schuchardt (HAU Hebbel am Ufer)

    Produktion
    Ligia Lewis / HAU Hebbel am Ufer

    Eine Koproduktion von
    Ligia Lewis mit tanzhaus nrw, Düsseldorf, Arsenic – Centre d’art scénique contemporain, Lausanne, Tanzquartier Wien, Black Box teater, Oslo, Kunstencentrum Vooruit, Gent, Gessnerallee, Zürich, Dance International Glasgow / Tramway, Glasgow.

    Gefördert vom
    Hauptstadtkulturfonds.

  • Einfache Sprache

    Still Not Still ist englisch.
    Man spricht es ungefähr so aus: Still not still.
    Es bedeutet: Immer noch nicht ruhig.
     
    Still not Still ist eine Performance für 7 Tänzer*innen.
    Das Stück ist von Ligia Lewis.
    Sie arbeitet als Künstlerin, Choreografin, Tänzerin und Regisseurin. 
    Ihre Arbeiten präsentiert sie auf der Bühne, in Galerien oder Museen, 
    in Form von Filmen oder Ausstellungen.
     
    In Still not Still geht es darum wie Schwarze und nicht-Weiße Menschen 
    in den Geschichtsbüchern oft nicht vorkommen.
    Viele Jahrhunderte lang wurden ihre Existenz und Errungenschaften
    aus den Aufzeichnungen ausgelassen.
    Und wie sieht es heute aus? 
     
    Ligia Lewis setzt sich mit Geschichte kritisch auseinander. 
    Sie arbeitet im Stück mit Galgenhumor, starken Bildern, 
    Klageliedern und der Dunkelheit.
     
    Still Not Still spielt in einer Welt außerhalb der Zeitrechnung.
    Hier spielt der historische Fortschritt keine Rolle.
    Hier steht alles still. 
     
    Ligia Lewis fragt:  
    Warum sind unsere historischen Aufzeichnungen voller Lücken und Fehler?
    Kann eine solche Geschichte nicht einfach der Vergangenheit 
    überlassen werden?
    Was könnte passieren, wenn wir die Geschichte für tot erklären?

Eindrücke

  • ©

    © Moritz Freudenberg

  • ©

    © Moritz Freudenberg

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