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Performance
Festivals
21.11. 2026

DORIS UHLICH

Gootopia (Fragmente)

©

Gootopia © Maria Ziegelböck

Schleim ist eine biologisch lebensnotwendige Substanz, die ambivalente Reaktionen auslöst: Ekel und Schauer, aber auch Neugier und Berührungslust. Seine reizvollen und irritierenden Effekte rühren daher, dass er in unserer technologisierten, vom Wunsch nach Sterilität und Stabilität geprägten Gesellschaft schwer zu fassen ist. In der Science-Fiction tritt er häufig im Zusammenhang mit Aliens auf und steht für das Nichtmenschliche, das Unbekannte, das sich fließend ausbreitet. 

In der performativen Installation Gootopia (Fragmente), basierend auf der Bühnenfassung Gootopia von 2021, steht die Interaktion der Performer*innen mit diversen Schleimsubstanzen im Vordergrund. Die Zuschauer*innen sind eingeladen, ihre Position und Perspektive innerhalb des glitschigen Universums frei zu wählen und den Körper als porösen, berührbaren und ständig mit anderen Lebensformen verbundenen Organismus zu begreifen.

Der Schwerpunkt Gootopian Times (engl. „goo“ für Schleim) umfasst unterschiedliche Arbeiten und Anordnungen, in denen Schleim als expressives Material, aber auch als Mitspieler im Zentrum steht und einen Erfahrungsraum eröffnet, in dem Ekel und Empathie, Horror und Lust, Menschliches und Nichtmenschliches ineinander übergehen. Neben Gootopia (Fragmente) im TQW veranstaltet brut Wien mit Gootopian Treatment eine Reihe von One-on-One-Performances und das Belvedere 21 präsentiert Gootopia – Dripping Sculptures als DJ-Performance im Rahmen von Feminist Futures Forever: International Conference.

Zeit

19:30–20:30

Spielort

Halle E + G Foyer

Dauer

60 Min

Preis

Eintritt frei

Zusätzliche Informationen

Hinweis zum Inhalt und zu sensorischen Reizen: Nacktheit 

  • Termine

    • SA
      21.11.

      Doris Uhlich

      Gootopia (Fragmente)

      19:30 – 20:30

      Halle E + G Foyer

      Zusätzliche Informationen

      Hinweis zum Inhalt und zu sensorischen Reizen: Nacktheit 

  • Biografie

    Doris Uhlich,

    österreichische Choreografin und Performerin, entwickelt Projekte in unterschiedlichen Formaten – von Bühnenstücken bis hin zu ortsspezifischen Performances. Sie arbeitet mit Menschen mit unterschiedlichen Biografien und körperlichen Einschreibungen, diversen Ensembles und zeigt die Potenziale von Nacktheit jenseits von Erotisierung und Provokation. Die vielschichtige Beziehung zwischen Mensch und Maschine sowie das Verhältnis von belebter und unbelebter Materie sind wiederkehrende Themen ihrer Arbeiten. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Österreichischen Kunstpreis 2024 des BMKÖS in der Sparte „Darstellende Kunst“. Weiters unterrichtet sie u. a. am Max Reinhardt Seminar und ist ab Herbst 2026 Professorin im Fach Künstlerisches Gestalten (Interdisziplinäres Gestalten, Choreografie und Improvisation) an der MUK. dorisuhlich.at

  • Credits

    Gootopia (Fragmente), 2026, Halle E + G Foyer 
    Choreografie Doris Uhlich Dramaturgische Zusammenarbeit Adam Czirak Performance Pêdra Costa, Ann Muller, Mani Obeya, Vera Rosner, Camilla Schielin DJ, Sound Boris Kopeinig Produktion Marijeta Karlovic-Graf Company-Management Margot Wehinger Kommunikation, Presse Franziska Heubacher Internationale Distribution Giulia Traversi Koproduktion Tanzquartier Wien Gefördert von Stadt Wien Kultur (MA 7)

    Gootopia, Uraufführung 2021, Tanzquartier Wien
    Choreografie Doris Uhlich Konzeptentwicklung in Zusammenarbeit mit Boris Kopeinig Performance Pêdra Costa, Ann Muller, Andrius Mulokas, Mani Obeya, Camilla Schielin, Grete Smitaite Bühnenbild Juliette Collas, Philomena Theuretzbacher Kostüm Zarah Brandl DJ, Sound Boris Kopeinig Licht Phoenix (Andreas Hofer†), Gerald Pappenberger Dramaturgische Beratung Adam Czirak Feedback Johanna Kirsch Regie- und Produktionsassistenz Laura Buczynski Bühnenassistenz Wanja Knoflach, Helen Parkes Kostümmitarbeit Annina Kriechbaum, Josephin Berger, Verena Henhammer Social Media Esther Brandl Dank an Gabriel Kraußhar Produktion Margot Wehinger Koproduktion Tanzquartier Wien, Theater Freiburg, Dampfzentrale Bern, asphalt Festival und insert Tanz und Performance GmbH Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien und vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

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