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Performances
Österreichische Erstaufführung
29.01. –
30.01.
2026

SOA RATSIFANDRIHANA

Fampitaha, fampita, fampitàna

©

© Harilay Rabenjamina

Vier Performer*innen trotzen der Gewalt, die sie als Kinder der Diaspora über Generationen hinweg geprägt hat. In einer pulsierenden Mischung aus Tanz, Musik und Kostümen zelebriert Soa Ratsifandrihana, dass nicht nur Worte, sondern auch Körper und Klänge die Geschichte, die wir geerbt haben, neu schreiben können.

„Fampitaha, fampita, fampitàna“ ist Madagassisch und bedeutet „Vergleich, Weitergabe, Wettstreit“. Auf der Bühne fordern sich vier Körper gegenseitig heraus, entscheiden sich füreinander und legen die Schichten von Gewalt ab, die sie geprägt haben. Choreografin Soa Ratsifandrihana sucht nach einem zwischen Körpern und Geschichte liegenden Vokabular, um zu verstehen, was sie verbindet und was sie unterscheidet. Mit dem Gitarristen Joël Rabesolo und den Performer*innen Audrey Merilus und Constant Bitihuse entwickelt sie eine pulsierende Sprache, mit der ihre Körper das Schweigen brechen. So entfacht Fampitaha, fampita, fampitàna einen neuen Dialog zwischen Kindern der Diaspora und ihren Herkunftsorten. Eine vielstimmige Erzählung, in der das Zerschlagen dieser Erfahrungen ebenso bewegt wie deren Wiederaneignung. Wie sähe die Geschichte dieser Körper aus, hätten sie ihre Inseln niemals verlassen? 

Zeit

19:00–20:20

Spielort

TQW Halle G

Dauer

80 Min

Preis

€ 28/23/14/12

Zusätzliche Informationen

In Französisch, Englisch, Haitianischem Kreolisch und Madagassisch mit englischen und deutschen Übertiteln

  • Termine

    • DO
      29.01.

      Soa Ratsifandrihana

      Fampitaha, fampita, fampitàna

      19:00 – 20:20

      TQW Halle G

      Zusätzliche Informationen

      In Französisch, Englisch, Haitianischem Kreolisch und Madagassisch mit englischen und deutschen Übertiteln

    • FR
      30.01.

      Soa Ratsifandrihana

      Fampitaha, fampita, fampitàna

      19:00 – 20:20

      TQW Halle G

      Zusätzliche Informationen

      In Französisch, Englisch, Haitianischem Kreolisch und Madagassisch mit englischen und deutschen Übertiteln

  • Rahmenprogramm

    • DO
      29.01.

      18:30 – 19:00

      Einführungsgespräch

      In Englisch

      Zeit

      18:30 – 19:00

      Spielort

      TQW Halle G Foyer

      Dauer

      30 Min

      Preis

      Eintritt frei

    • FR
      30.01.

      Im Anschluss an die Performance

      Artist Talk

      In Englisch

      Zeit

      20:45 – 21:15

      Spielort

      TQW Halle G

      Dauer

      30 Min

      Preis

      Eintritt frei

  • Biografie

    Soa Ratsifandrihana

    ist eine franko-madagassische Tänzerin und Choreografin mit Lebensmittelpunkt in Brüssel. Nach mehreren Jahren als Tänzerin bei Rosas präsentierte sie 2021 ihr erstes Solo g r oo v e. Das Stück wurde bereits mehr als 40-mal aufgeführt und tourt weiterhin durch Europa. Ihre Arbeit erinnert uns daran, dass unsere Körper, genau wie unsere Worte, Träger von Geschichten sind und dass diese – egal wie – erzählt werden müssen. Ab September 2026 ist Soa Ratsifandrihana als assoziierte Künstlerin bei Charleroi Danse tätig.

  • Credits

    Künstlerische Leitung Soa Ratsifandrihana Kreation, Performance Constant Bitihuse, Audrey Merilus, Joël Rabesolo, Soa Ratsifandrihana Kreation, Performande in der Entstehung Stanley Ollivier Footwork-Choreografie Raza Originalmusik, Performance Joël Rabesolo Dramaturgie Lily Brieu Nguyen Künstlerische Zusammenarbeit Jérémie Polin Razanaparany aka Raza, Amelia Ewu, Thi Mai Nguyen Lichtdesign Marie-Christine Soma Kostümbild Harilay Rabenjamina In Zusammenarbeit mit der Kostümwerkstatt des Théâtre Varia Fabienne Damiean, Baptiste Alexandre, Marie-Céline Debande Sounddesign Chloé Despax, Guilhem Angot Unterstützung bei Fragen zu Tradition & Identität Prisca Ratovonasy Text Sékou Séméga Outside-Eye Maria Dogahe Video Valérianne Poidevin, Antoine Chambre Technische Leitung Thomas Roulleau-Gallais Lichttechnik Diane Guérin, Julien Rauche (alternierend) Tontechnik Guilhem Angot, Paul Boulier, Jean-Louis Waflart (alternierend) Touring, Entwicklung, Administration Alma Office (ab Jänner 2026) Anne-Lise Gobin, Camille Queval 

    Produktionsleitung Touring (ab Jänner 2026) Kintana in Zusammenarbeit mit La Cordiale Produktion AMA Brussels – Babacar Ba, Clara Schmitt, Emi Parot, France Morin Produktionsleitung Uraufführung 2024 AMA Brussels und Théâtre Varia, in Zusammenarbeit mit Météores Koproduktion Kunstenfestivaldesarts, Kaaitheater, Théâtre Varia, Charleroi danse, MC93 – Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis, ICI – CCN Montpellier Occitanie (Leitung: Christian Rizzo), CCN d’Orléans (Leitung: Maud Le Pladec), Le Gymnase – CDCN Roubaix, La Place de la Danse – CDCN Toulouse Occitanie, Fonds Yavarhoussen, Tanz im August/HAU Hebbel am Ufer, Fonds Transfabrik (deutsch-französischer Fonds für darstellende Künste), La Coop asbl, Shelter Prod, A-CDCN

    Residenzen ICI – CCN Montpellier Occitanie, La Bellone – Maison du spectacle, GC De Kriekelaar, Universität Antananarivo, KAAP, Le Gymnase – CDCN Roubaix, Théâtre Varia, CCN d’Orléans, Radio Grenouille

    Mit Unterstützung von Dance Reflections by Van Cleef & Arpels, Fédération Wallonie-Bruxelles – Dance Department, Wallonie-Bruxelles International, taxshelter.be, ING, Tax Shelter der belgischen Bundesregierung

  • Einfache Sprache

    Fampitaha, fampita, fampitàna ist Madagassisch.
    Es bedeutet: Vergleich, Weitergabe, Wettstreit.
     
    Fampitaha, fampita, fampitàna ist ein Stück von Soa Ratsifandrihana. 
    Soa Ratsifandrihana ist Tänzerin und Choreografin. 
    Sie ist zusammen mit dem Gitarristen Joël Rabesolo und den 
    Tänzer*innen Audrey Merilus und Constant Bitihuse auf der Bühne.
     
    Alle 4 verbindet eine gemeinsame Erfahrung:
    Sie sind in der Diaspora aufgewachsen.
    Diaspora bedeutet: Gemeinschaft von Menschen,
 
    die fern von ihrer Heimat leben,

    aber durch ihre Herkunft und Kultur miteinander verbunden bleiben.
     
    Diese Erfahrung hat die Performer*innen stark geprägt.
    In Fampitaha, fampita, fampitàna suchen sie nach 
    Verbindungen und Unterschieden.
    Sie entwickeln gemeinsam eine Sprache auf der Bühne.
    Mit pulsierendem Tanz befreien sie sich von der Gewalt,
    die in dieser Erfahrung liegt.
     
    In Fampitaha, fampita, fampitàna fragt sich Soa Ratsifandrihana:
    Was wird an Kindern der Diaspora weitergegeben?
    Wie kann man den Dialog mit den Herukunftsorten wieder herstellen?
    Welche Geschichten würden diese Körper erzählen,
    wenn sie ihre Heimat nie verlassen hätten?