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Performances

25.

JÄN 2018

DORIS UHLICH (AT)

Every Body Electric

©

Doris Uhlich Everybody Electric

„Die unterschiedlichen Performer_innen arbeiten am Öffnen ihrer physischen Potenziale. Ich entdecke im Prozess mehr und mehr, dass auch eine sehr kleine Bewegung vehement sein kann. Normative Vorstellungen und Konzepte von Energie und Kraft werden destabilisiert, ins Wanken gebracht.“ Doris Uhlich

Nach dem Duett Ravemachine lässt Doris Uhlich in diesem Ensemblestück für Menschen mit physischen Beeinträchtigungen individuelle und gemeinschaftliche „Energietanzformen“ entstehen. Jeder Körper hat spezifische Möglichkeiten, seine Dynamik und seine fleischliche Freude zu artikulieren. Die Bewegungen selbst ermöglichen dem Körper, sich aufzuladen, sie werden zu einer Art körpereigenem Treibstoff.

Every Body Electric ist eine radikale Einladung, tänzerisch Potenziale zu erforschen, diese sichtbar zu machen und tief in eine energetische Archäologie einzutauchen. Welche weiteren Möglichkeiten eröffnen sich, wenn Maschinen – wie Rollstühle, Prothesen, Krücken – nicht als Hindernisse, sondern als Körpererweiterungen begriffen und auch als solche inszeniert werden? Persönliche Rhythmen, Dynamiken, Beats und Körpereigenschaften führen zu sehr individuellen Tanzstilen. Die Sprengkraft, aber auch die zarte bis kraftvolle Poesie von Every Body Electric liegt letztlich darin, wie sich die Körper selbst erfahren und auch wie sie wahrgenommen werden.

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Zeit

19:30–08:51

Spielort

TQW Halle G

Dauer

-

Preis

€ 20/15/10

Zusätzliche Informationen

Im Rahmen der TQW Neueröffnung Wiederaufnahme Do, 8. - Sa, 10. Feb

  • Biografie

    Doris Uhlich

    studierte Pädagogik für zeitgenössischen Tanz am Konservatorium Wien und entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Im Werk der Choreografin steht oft die Beschäftigung mit Alltagsgesten oder auch, wie in SPITZE (2008) oder Come Back (2012), mit künstlichen Gesten – in diesem Fall dem strikten Bewegungscode des klassischen Balletts – im Zentrum. Ihre Performances sind immer Auseinandersetzungen mit Schönheitsidealen und Körpernormen – so z. B. ihre Performance mehr als genug (2009).

    Seit ihrem Stück more than naked (2013) beschäftigt sich Doris Uhlich in ihren Arbeiten zudem mit der Darstellung von Nacktheit frei von Ideologie und Provokation. Dabei nimmt Musik – besonders Rave – eine wichtige Rolle ein. Zuletzt bespielte sie mit einem ravenden nackten Ensemble die Minoritenkirche in Krems und im Rahmen von ImPulsTanz die Fassade der Wiener Secession. Für die Performance Ravemachine (2016) hat Doris Uhlich gemeinsam mit dem Tänzer Michael Turinsky gerade den Nestroy-Spezialpreis „für Inklusion auf Augenhöhe“ gewonnen.
  • Veranstaltungen