08. 07. 2016
CHOREOGRAPHIC SUMMER CAMP
DAS POST-GRADUIERTEN-PROJEKT IM TANZQUARTIER WIEN
 
Eine Kooperation des Tanzquartier Wien mit
IDA Institute for Dance Arts / Anton-Bruckner-Universität/Linz,
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und
SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance
 
Der letzte Tag vom Choreographic Summer Camp CALIBRATE ist vorbei. Nach den morgendlichen Trainings von Adriana Cubides, Stephanie Cumming und Marta Navaridas folgte eine Lecture von Marlies Pucher über Selbst-Management. Dabei kam die Produktionsleiterin der Company Liquid Loft des Choreografen Chris Haring auf Verträge für freischaffende Tänzer_innen und die Verhandlungsmöglichkeiten der Vertragspartner_innen zu sprechen. Außerdem wurden die besonderen Problematiken der Steuererklärungen bei internationalen Tätigkeiten, die Versicherungssituation von freischaffenden Tänzer_innen und die bürokratischen Unterschiede zu anderen europäischen Ländern angesprochen. Dabei gab Marlies Pucher einen Einblick in die Aufgaben und der täglichen Praxis einer Produktionsleitung einer Company, welche mit vielen Gastspielen international tourt.  
 
 
Nach der Mittagspause folgten ein letztes Mal die Research-Labore mit den Choreograf_innen Paul Wenniger, Ian Kaler und Alix Eynaudi, welche am späten Nachmittag in einem kleinen Showing der in dieser Woche erarbeiten Bewegungsmaterialien mündeten.
 
Ausgewählte graduierte Tänzer_innen werden im September mit den einzelnen Choreograf_innen zusammenkommen und jeweils ein Stück erarbeiten, welches von DO 6. OKT bis SA 8. OKT um 19.30 h in TQW / Halle G zu sehen sein wird. Man darf jetzt schon sehr gespannt auf die vielversprechenden Talente sein und die Daumen drücken, dass alle einen guten Einstieg in das Berufsleben als Tänzer_in oder Choreograf_in finden werden.
 
 
07. 07. 2016
CHOREOGRAPHIC SUMMER CAMP
DAS POST-GRADUIERTEN-PROJEKT IM TANZQUARTIER WIEN
 
Eine Kooperation des Tanzquartier Wien mit
IDA Institute for Dance Arts / Anton-Bruckner-Universität/Linz,
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und
SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance
 
 
Rio Rutzinger ist u.a. Künstlerischer Leiter der Workshops & Researchprogramme bei ImPulsTanz und hielt am dritten Tag des Choreographic Summer Camps einen Überblicks-Vortrag über die internationalen Trainings- und Residency-Möglichkeiten für Künstler_innen die im Bereich der performativen Künste und des zeitgenössischen Tanz tätig sind.
 
 
So wurden zu Beginn die Schwierigkeiten an voll ausfinanzierte Scholarships zu gelangen und Problematiken des Residency-Hoppings angesprochen. Danach wurden u.a. die Residency Konzepte von Ponderosa in Stolzenhagen, PACT Zollverein in Essen oder P.A.R.T.S. Summer Studios / Summer School in Brüssel und anderen vorgestellt. Besonders positiv vermerkte Rio Rutzinger die Modelle die von Künstler_innen selbst betrieben werden wie z.B. die Uferstudios für zeitgenössischen Tanz in Berlin oder PAF - Performing Arts Forum in St. Erme. Für junge Künstler_innen die sich für Residency-Plätze bewerben empfahl er nicht nur den Fokus auf die eigene Referenzen und den Lebenslauf zu legen, sondern vor allem der persönliche Komponente und Fragestellungen an das eigene Projekt, dass man während der Zeit erarbeiten möchte besondere Stellenwerte in der Bewerbung zu geben.
 
 
Auch die Research-Labore des Choreographic Summer Camps mit den Choreograf_innen Paul Wenniger, Ian Kaler und Alix Eynaudi haben ihren vorletzten Tag.
 
06. 07. 2016
CHOREOGRAPHIC SUMMER CAMP
DAS POST-GRADUIERTEN-PROJEKT IM TANZQUARTIER WIEN
 
Eine Kooperation des Tanzquartier Wien mit
IDA Institute for Dance Arts / Anton-Bruckner-Universität/Linz,
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und
SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance
 
 
Die Lecture, die Caro Madl, Produktionsleitung des Kollektivs Superamas, heute am dritten Tag des Summercamp präsentierte, hatte den Titel Submission and application system in Austria and internationally / international coproduction partners / How do I write a concept?
Dabei ging sie detailliert auf die Strukturen und die europäischen Player des zeitgenössischen Tanzes ein. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Produktion künstlerischer Arbeiten und wie dazu Geld von diversen Seiten akquiriert werden kann.
 
 
Als Beispiel für die Struktur der in Österreich, Frankreich und Belgien ansässigen Superamas. Dabei kam sie auf Budgetierung, Unterschiede von Ko-Produktion und Kollaboration mit Institutionen, Konzept-Erstellung und staatliche Finanzierung und Fonds zu sprechen. Anhand der Produktion Youdream beschrieb Caro Madl internationales und europäisches Touring und die länderspezifischen Unterschiede. Danach kam sie auf Verpflichtungen der Künstler_innen und der möglichen Partner_innen zu sprechen und betonte eine ehrliche und direkte Kommunikation zwischen den verschiedenen Parteien bei frühen Gesprächen. Abschließend diskutierten die Graduierten über ihre aktuellen Projekte und die Schwierigkeiten die ersten Produktions-Partner­_innen zu finden.
 
 
05. 07. 2016
 
CHOREOGRAPHIC SUMMER CAMP
DAS POST-GRADUIERTEN-PROJEKT IM TANZQUARTIER WIEN
 
Eine Kooperation des Tanzquartier Wien mit
IDA Institute for Dance Arts / Anton-Bruckner-Universität/Linz,
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und
SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance
 
 
Am zweiten Tag hielt Angela Glechner (Künstlerische Leitung & Geschäftsführung Szene Salzburg) eine Lecture über künstlerlische und ästhetische Entwicklungen in Europa.
Nach einer kurzen Einführung über die die Flemish Wave in den 80iger Jahren, die von Jan Fabre, Anne de Keersmaeker oder Wim Vandekeybus und ihrer neu proklamierten Körpersprache, wie auch der Erschließung neuer Orte geprägt waren und einer Verortung des Conceptual Dance in den 90iger und 2000er Jahren, zu dessen prominentesten Vertretern Jerome Bel und Xavier Le Roy gehören, zeichnete ehemalige Ko-Kuratorin des Internationalen Sommerfestivals Kampnagel Hamburg einen Überblick über die aktuellen Produktions- und Förderstrukturen in Europa mit besonderem Schwerpunkt auf Österreich.
 
 
Des Weiteren wurden die Strömungen, welche bereits seit ca. 10 Jahren vorherrschen, beschrieben: die Kooperationen von Institutionen, welche im Feld des zeitgenössischen Tanz und der performativen Künste tätig sind mit anderen (Kultur) Institutionen, sowie die programmatische Einbindung von Tanz und Performance in zeitgenössische Musik und Museen bzw. die wieder erstarkende Verschränkung mit den bildenden Künsten.
 
 
Ausgehend davon wurde die Arbeit von Philipp Gehmacher my shapes, your words, their grey (uraufgeführt in TQW / Halle G ) vorgestellt, welche auch für das Museum der Moderne Salzburg adaptiert wurde und im Rahmen des diesjährigen Sommerszene Salzburg Festivals gezeigt wurde.
 

 
Ein weiterer Schwerpunkt war die Kollaboration verschiedener Künstler_innen bzw. die Bildung von Kollektiven. Die Superamas, welche unter diesen Künstler-Label in verschiedenen Konstellationen an verschiedenen Orten in Europa tätig sind und nur ihren Kollektivnamen verwenden, stehen parallel mit ihrem Gruppen-Konzept zu dem vom The Loose Collective, bei dem die Mitglieder_innen auch als Solo- oder Duokünstler_innen an eigenen Werken arbeiten und in einer losen Gruppe für bestimmte Projekte wieder zusammenkommen bzw. gemeinsam mit einem Stück touren.
 
 
Besonders erwähnenswert sei auch (M)imosa von Cecilia Bengolea, François Chaignaud, Marlene Monteiro Freitas und Trajal Harrell, welches durch ganz Europa tourte – und auch verschiedene Kooperationen unter den Künstler_innen ermöglichte.

Danach kam Angela Glechner auf Jérôme Bels Projekt Gala zu sprechen, bei dem Tanzlaien und Professionelle Tänzer_innen, sowie Menschen mit unterschiedlichen Konditionen und kulturellen wie körperlichen Hintergründen gemeinsam einen Abend gestalten.
 
 
Abschließend wurden auch aktuelle Entwicklungen reflektiert wie z.B. die Einbildungen von volkstümlicher oder traditioneller Tänze wie bei Alessandro Sciarroni’s FOLK-S oder Sons of Sissy von Simon Mayer, die sich beide mit dem Bewegungs-Vokabular von Schuhplattler beschäftigen.
 
 
Oder die physisch fordernde aber gleichzeitig sehr konzeptionelle künstlerische Arbeit von Choreografen wie Jan Martens bei THE DOG DAYS ARE OVER oder Paula Rosolen‘s Aerobics! Ein Ballett in 3 Akten.

 
Fotos (c) Maiko Sakurai
04. 07. 2016
CHOREOGRAPHIC SUMMER CAMP
DAS POST-GRADUIERTEN-PROJEKT IM TANZQUARTIER WIEN
 
Eine Kooperation des Tanzquartier Wien mit
IDA Institute for Dance Arts / Anton-Bruckner-Universität/Linz,
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und
SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance
 
Was? Wie? Und wohin? Sind die Grundsatzfragen im Übergangsvakuum von Post-Graduierung zu Berufseinstieg. Das Pilotprojekt Calibrate des Tanzquartier Wien kreiert eine Plattform des Kennenlernens, Austauschens und Heranführens an das professionelle Leben im Bereich der Performance und des zeitgenössischen Tanzes. In intensiver Zusammenarbeit in arbeitsnahen Researchlaboren treffen Absolvent_innen etablierter österreichischer Tanzinstitutionen – IDA (Institute for Dance Arts / Anton-Bruckner-Universität/Linz), MUK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) und SEAD (Salzburg Experimental Academy of Dance) – auf die renommierten Choreograf_innen ALIX EYNAUDI, IAN KALER  und PAUL WENNINGER.
Das choreografischen Summer Camp vom 4. – 8. Juli im Tanzquartier Wien bildet die erste Phase des Projekts. Es wird trainiert, sich durch Vorträge, die von wichtigen Fachleuten der Szene gehalten werden, weitergebildet und in den choreografischen Labs die einzigartigen Praxen der Choreograf_innen kennengelernt.
 
Die zweite Phase findet im Herbst statt. Die Choreograf_innen arbeiten mit einer Auswahl der ehemaligen Studierenden an einer künstlerischen Produktion, die mit abschließenden Aufführungen in der Halle G im Oktober 2016 mündet. Ein idealer Abschluss, um von der Tanz- und Performance-Szene gesehen zu werden und damit einen guten Einstieg in den Beruf zu finden.