24. 10. 2014

Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete heute das von Olaf Nicolai gestaltete Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz am Wiener Ballhausplatz. Zur Einweihung wurde M!M, eine auf den Ort bezogene Choreografie von Laurent Chétouane, getanzt von und erarbeitet mit Mikael Marklund, gezeigt.

"Der Tanz wirft die Fragen an den Betrachter zurück. Genau diese Fragilität, die sich vielleicht in einem Deserteur abspielen mag, dieses Hin und Her gerissen sein, zwischen Erfüllen des Auftrags, Erfüllen der Order, und gleichzeitig sein Gewissen zu befragen, gleichzeitig im inneren Konflikt zu sein, dass man vielleicht im Idealfall mit so einer Performance zur Eröffnung dem Betrachter der Performance in eine ähnliche Situation bringt, dass er eben nicht raus geht und sagt: Aha, so ist das, das hab ich verstanden, damit ist alles klar, sondern dass er sagt: oh, darüber muss ich jetzt noch mal nachdenken", so Walter Heun, der im Vorfeld mit dem Deutschlandfunk über diese Performance sprach.

Der ganze Bericht von Ralf Borchard ist hier zu lesen und nachzuhören.

VIDEO
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Fotos: (c) eSeL. at

21. 10. 2014

GESCHENKTIPP für Theaterbesuchende, Performance-Interessierte, Vergnügungssüchtige, Denkerinnen und Denker, ABO-dikten, TänzerInnen und Workshop-aholics, für Trans- und Interdisziplinär-Orientierte und Über-den-Tellerrand-Gucker... Mehr hier


(c) eSeL.at

20. 10. 2014

Wie die Kassen zum Klingen bringen wenn man(n) wirtschaftlich ruiniert ist und sich gleichzeitig nicht mehr in der Blüte seiner Schaffenskraft befindet? Superamas denken neu und gründen das #StartUp SuperamaX, ein Vorzeigeunternehmen der New Economy. Gewinn versprechende Produkte und Dienstleistungen werden entwickelt, Marketingmaschinen abgefeuert. Scheinbar alles und jeder, von Mensch bis Tier, wird zu Cash gemacht. Von wegen Kapitalismus sei nur ekelhaft, schmutzig und menschenverachtend. Fair Trade geht doch! Superamas, die hier in rein männlicher Formation auftreten, zeigen, dass sie trotz fortgeschrittenem Alter noch recht "oho" sind: dass Unternehmensgeist, Kreativität und Tatendrang keine alleinigen Attribute von Jugend sind. Und wenn sie wirklich den Forderungen ihrer weiblichen Kolleginnen aus vergangenen Superamas-Produktionen nachkommen, erleben wir sie vielleicht endlich "nackt" und "authentisch".

Am 23. Oktober wird die Performance SuperamaX, eine Komödie über die Obszönitäten im #Kapitalismus, das #Altern und den #Feminismus, bei uns uraufgeführt! Fotos von den Proben in Marseille gibt's hier:


  

(c) Superamas

15. 10. 2014

Diese Woche am 17. Oktober feiert As It Empties Out bei uns Premiere, bevor es demnächst im Berliner HAU, im CND Paris oder im Stockholmer Dansens Hus gezeigt wird. Die besten O-Töne aus dem Vorbericht (Artikel lesen) von Ditta Rudle, die den niederländischen Choreografen und Tänzer bei Proben in Barcelona traf, sind hier versammelt:

 Jefta van Dinther (c) Urban Joeren Jefta van Dinther (c) Urban Joeren Jefta van Dinther (c) Urban Joeren

"Ich spiele mit den Dimensionen von #Raum und #Zeit. Meine Welt wird auf der Bühne weich und formbar, aber auch verlockend. Dennoch steht der Körper, genauer stehen unsere sechs #Körper, als #Hauptelement auf dem Bauplatz. In ständiger Bewegung sprudeln Energie und Emotionen. Doch es entsteht kein Vakuum. Die Energie erneuert sich im Ausströmen."

"Für #AsItEmptiesOut haben wir sehr lange Vorbereitungszeit benötigt, die Tänzer müssen aus sich herausgehen, sich ganz #ausleeren, das gelingt nicht nur mit Körpertraining. Aber wenn es gelingt, dann funktioniert es auch beim Publikum."

"Das viele Material, das ich auf die Bühne bringe, entspricht einer #Skulptur, die von den Tänzern bewegt wird, und zwar in einem Raum aus #Licht und #Sound. Das ist alles gleich wichtig, es muss eine Einheit sein, denn alle Elemente beeinflussen einander, Licht, Ton, #Objekte, Körper."

Fotos: Jefta van Dinther (c) Urban Joeren

Alle Zitate aus "Skultpuren in Bewegung" von Ditta Rudle aus Die Presse / Schaufenster vom 10. Oktober 2014

12. 10. 2014

Die Ausschreibung für die neue Ausgabe von Werkstück, unserem NachwuchschoreografInnen-Projekt, hat begonnen. Heuer begleitet Yosi Wanunu den Entstehungsprozess der Kurzstücke bis hin zu den Aufführungen am Saisonende. Thema: Reality Check. Einreicheschluss: 27. Oktober.

Alle Details hier

Seit 2005 unterstützt das Tanzquartier Wien mit dem Format Werkstück (vormals Stückwerk) angehende ChoreografInnen bei der Entstehung von Kurzstücken und bietet gleichzeitig eine Plattform für neue experimentelle choreografische Arbeiten. Als Mentoren und Coaches bekommen die NachwuchschoreografInnen etablierte KünstlerInnen wie Andrea Bold, Frans Poelstra, Milli Bitterli, Saskia Hölbling, Oleg Soulimenko, Philippe Riéra, Christine Standfest, Guy Cools, Christine Gaigg (Rückblick auf Werkstück 2014 hier) sowie das Team des TQW aus den Abteilungen Dramaturgie, Theorie, Training & Workshop und Produktion an die Seite gestellt.

04. 10. 2014

MI 1. OKT 2014, Fotos: eSeL.at

02. 10. 2014

...erste Eindrücke von der umjubelten ("überirdisch gut" sagt die APA) österreichischen Erstaufführung von Exits and Entrances gestern Abend in der TQW / Halle E. Heute Abend gibt's die zweite und letzte Möglichkeit das Bayerische Staatsballett mit Unitxt von Richard Siegal sowie BIPED von Merce Cunningham bei uns zu sehen.


Fotos: eSeL.at