Zum Auftakt der neuen Spielzeit haben wir an einem Abend vier internationale KünstlerInnen bzw. Künstlerkonstellationen eingeladen. In der Unterschiedlichkeit ihrer Standpunkte, Mittel und (interkulturellen) Voraussetzungen und Bezugnahmen, verbindet sie eine Grundhaltung, die Tanz- und Performancekunst in Hinblick auf ihre Wirkkraft im Kontext gesellschaftlicher, sozialer und alltäglicher Prozesse untersucht.
Ob in Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Form, Zeitlichkeit und Veränderung wie bei Kat Válastur, in ihrer Beschäftigung mit der Dynamik historischer, gegenwärtiger und zukünftiger Narrative wie bei Giuseppe Chico und Barbara Matijevic, in der künstlerischen Reflektion individueller Bedingungen eines Lebens im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Marokko wie bei Taoufiq Izzediou oder in ihrer Aufforderung, die eigenen Konzepte von Arbeit und Wertschöpfung zu überdenken wie bei Maria Baroncea, Dragana Bulut und Eduard Gabia: Die vorgeschlagenen Arbeiten zeichnen sich durch die Stringenz ihrer choreografischen Handschriften aus, mit der sie unsere Wahrnehmung und unsere Praxis der individuellen wie kollektiven Geschichtsschreibung herausfordern.
Hinweis: Anschließend an die ersten beiden Programmpositionen um 19.30 h in TQW / Halle G ist das Publikum aufgefordert, sich für eine der beiden Arbeiten in den TQW / Studios (Beginnzeit 21.30 h) zu entscheiden. Und danach den Auftakt der neuen Saison mit uns im Foyer zu feiern!
