09. 02. 2010

Listening as tracing moments of change – moments of otherness, of strangeness.
Listening as reaching out to the intangible.
Listening as politics of self-organization within a group process.
Listening as an active process of witnessing – of touching and being in touch with.

Hören. Zuhören. ÜBERTRAGUNG – Gesten und Gedanken, Dokumente und Fährten, Dokumentarisches und Fiktives. KOMMUNIKATION – Wellen, Noten, Körper, Medien. Öffnung hin zum Unartikulierten. Resonanz. Begegnungen zwischen Hören und Bewegung, zwischen Passivität und Ansteckung. Spuren legen, vergessen, wiederentdecken und teilen. Aufforderung zum genauen Umgang mit dem eigenen Material – an der Grenze zum Immateriellen.
In dem einwöchigen künstlerisch-theoretischen Forschungsraum am Tanzquartier Wien öffnen die TeilnehmerInnen ihre individuelle Praxis und konfrontieren sie mit einer gemeinsamen "Arbeit am Hören" und den daraus entstehenden räumlichen und zeitlichen Prozessen.

Konzept: Sabina Holzer (Performerin, Choreografin, Autorin, A) Mit: Lucia Glass (Choreografin, D), Jack Hauser (Autor, Bildender Künstler, Filmemacher, A), Benoit Lachambre (Choreograf, Performer, CAN), Sandra Noeth (Dramaturgin Tanzquartier Wien, A), Torsten Michaelsen (Medientheoretiker und Radiokünstler,D), Jeroen Peeters (Autor, Dramaturg, Performer, B), Martin Siewert (Musiker, Komponist, A)

Die beteiligten KünstlerInnen und TheoretikerInnen gestalten am Sa, 13. März von 13.00 h – 17.00 h in den TQW / Studios eine Präsentation von und zum Austausch über Materialien, Gedanken und Ergebnisse aus dem künstlerischen Forschungsprozess (Eintritt frei).

Im Zusammenhang mit diesem Forschungsprojekt findet zudem am Do, 11. März um 19.00 h eine öffentliche work-in-progress Präsentation der Performance It is not a Picture von Sabina Holzer, Jack Hauser und Martin Siewert in den TQW / Studios statt (Eintritt frei).

09. 02. 2010

Residenzprogramm von Tanzquartier Wien und KulturKontakt Austria

Mit sechs eingeladenen KünstlerInnen – Alexandr Andriyashkin (RU), Filiz Sizanli (TR), An Kaler (A), Willy Prager (BG), Patricia Apergi (GR) und Raimonda Gudaviciute (LT) – startete Anfang Februar ein dreimonatiges Residenzprogramm am Tanzquartier Wien. Ausgangspunkt des künstlerisch-diskursiven Recherche- und Arbeitsprojektes ist das Konzept der Akkumulation. Als zentrales Motiv der Bewegungskomposition ist mit ihm die Untersuchung von Prinzipien und Methoden im choreografischen Prozess verbunden. Zugleich beschreibt die Perspektive der Akkumulation ein spezifisches Verständnis von Material und Zusammenarbeit, das den individuellen wie künstlerischen Austausch in den Vordergrund rückt. Anhand verschiedenster Strategien der Übertragung – von Wiederholung und Zitat, von Fixierung und Reformulierung von Bewegungsmaterial – formulieren sich noch immer relevante Fragen nach Autorschaft, Identität und Gemeinschaft ebenso wie nach den Voraussetzungen einer historischen wie aktuellen (Tanz-)Geschichtsschreibung.

Während des Projektes und begleitet von der Choreografin Milli Bitterli werden Begegnungen zwischen den ResidentInnen und verschiedenen am Tanzquartier Wien arbeitenden KünstlerInnen geschaffen, ein Austausch über choreografisches Denken initiiert und Materialien und Instruktionen, choreografische "Gastgeschenke", ausgetauscht. Nähere Informationen zu diesem zum Teil öffentlichen Prozess laufend auf unserer Website.

Accumulations findet in Kooperation mit KulturKontakt Austria statt. In Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Litauen.