SAINT GENET (US)

Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness

Uraufführung / Wiener Festwochen 2017 in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien
 
Der Autor, Regisseur und Performance-Künstler Derrick Ryan Claude Mitchell schafft mit seiner Gruppe Saint Genet bildgewaltige Environments, in denen die Performer_innen physische wie psychische Grenzüberschreitungen durchleben. In seinem „Theater der Grausamkeit“ lässt er assoziativ-mythologische Räume entstehen und erzeugt überbordende Schönheit, die in jedem Moment in Schmerz, Hysterie und extreme Emotionen kippen kann. Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness ist der Abschluss eines dreijährigen Arbeitsprozesses rund um die Migrationstragödie der Donner Party, einer Gruppe von Siedler_innen, die die USA durchquerte und unvorstellbare Gräuel durchstehen musste, nachdem sie im Sierra Nevada Gebirge in einen Schneesturm geraten war. Mitchell zeigt eine Gesellschaft in einer Grenzsituation, die Tabuschwellen durchbricht, aber auch radikale Akte der Zuwendung erzeugt – Angst, Bedrohung, Tod und Kannibalismus – oder eine neue Form von Empathie?
Zum Sprachrohr dieser Gesellschaft wird ein körperlich wie geistig zerstörter König Lear, inspiriert von Jean-Luc Godards und Akira Kurosawas filmischen Interpretationen der Tragödie. Der Lichtkünstler Ben Zamora schuf zusammen mit dem kinetischen Objektkünstler Casey Curran ein installatives Environment, das die Besucher_innen physisch erkunden können, bevor sich darin eine episch-opernhafte Performance entlädt – getragen von professionellen Performer_innen und Tänzer_innen sowie von Laien und Live-Musiker_innen wie den Komponisten Brian Lawlor und D. Salo. Dabei werden wir Augenzeug_innen einer surrealen Vision, die unsere gemeinsame Vergangenheit wie unsere unbekannte Zukunft hinterfragt und sich gegen den Horror der gegenwärtigen politischen Situation auflehnt. Auf der erbarmungslosen Reise sind wir mit Saint Genet und der Donner Party im Gebirge gefangen und treffen auf einen „mad king on the heath saying kill, kill, kill, kill, kill, kill!
 
 
 
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REGIE, TEXT, KONZEPT:   Derrick Ryan Claude Mitchell
MIT: Baso Fibonacci, Matt Drews, Lily Nguyen, Lavinia Vago, Francesca Frewer, Adriana Cubides, Steffi Wieser
MUSIKER_INNEN: Brian Lawlor (Piano, Synths), Lukas Lauermann  (Cello), Martina Bischof (Viola), Emily Stewart (Violine), Julia Pichler (Violine), Benny Oberzell (Keyboards)
LICHTINSTALLATION:  Ben Zamora
LICHTDESIGN: John Torres
INSTALLATION UND KINETISCHE OBJEKTE: Casey Curran
CHOREOGRAPHIE: Matt Drews
KOMPOSITION: Brian Lawlor, D. Salo
KOSTÜMDESIGN: Robinick Fernandez
KOSTÜMPRODUKTION: Jordan Christianson
DRAMATURGIE: NKO
COMPANY MANAGER: Sara Edwards
SOUND ADVISOR: Ryan Kelly
VIDEO: Alexander Nowak
PRODUKTION: Wiener Festwochen
KOPRODUKTION: Tanzquartier Wien, Holland Festival
 
Saint Genet ist eine Kompanie, die großformatige, innovative, umgebungsbedingte Installationen, bildbasierte Oper, körperbezogene Performance und Tanz schafft. Ihre Arbeiten wurden im Frye Kunstmuseum, On the Boards, dem Donau Festival, dem Luminato Festival und in beliebig vielen verlassenen Gebäuden, Gassen und geheimen Orten vorgestellt.
 
(c) David Vi+ínji-çÔÇÖ
 
PREISE
EUR 30,- / 20,- / 15,-
Karten hier erhältlich
 
Karten für diese Veranstaltung sind ausschließlich an den Verkaufsstellen der Wiener Festwochen 2017 erhältlich (nicht an der Tageskasse des Tanzquartier Wien).
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EINFÜHRUNG
16. MAI
19.30 h in Foyer Halle E+G
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HINWEIS
Einlass 19.30 Uhr. Das Publikum ist eingeladen vor Beginn der Performance die Installation zu begehen
 
Passagen in Englisch
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PUBLIKUMSGESPRÄCH
MI 17. MAI
im Anschluss an die Vorstellung.