MEG STUART / DAMAGED GOODS ((US/DE/BE))

Hunter

Österreichische Erstaufführung
 
»Wie kann ich die vielen Einflüsse und Spuren verarbeiten, die mich als Person und als Künstlerin geprägt haben. Wie kann mein Körper möglichst viele Genealogien und bislang unverwirklichte Geschichten entfalten?« (Meg Stuart)
 
In ihrem Solo Hunter erforscht Meg Stuart ihren Leib als ein Archiv, der von persönlichen und kulturellen Erinnerungen, von Vorfahren und künstlerischen Vorbildern, von Fantasien und unsichtbaren Kräften beherrscht wird. Die Choreografin geht auf Entdeckungsreise in einem Land der kleinen Dinge die ihren Körper umgeben und übersetzt die Ergebnisse ihrer Recherche in eine Serie von Selbstporträts. Erfahrungen werden in ihre Einzelteile zerlegt, wieder zusammengefügt und neue mögliche Verbindungen erschaffen. Es entsteht ein cartoonartiger Körper, ein schamanistisches Gesangsritual oder eine laute Klangskulptur. Innere Zustände, über unterschiedliche Oberflächen und verschiedene Medien hinweg verteilt, entwickeln in einer kollektiv geteilten Welt einen Resonanzraum.
 
 
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CHOREOGRAFIE UND AUSFÜHRUNG: Meg Stuart
DRAMATURGIE: Jeroen Peeters
SOUND DESIGN: Vincent Malstaf
BÜHNENBILD: Barbara Ehnes
KOSTÜME:Claudia Hill
LICHT: Jan Maertens
VIDEO: Chris Kondek
CHOREOGRAFIE ASSISTENZ: Ana Rocha
SZENOGRAFIE ASSISTENZ: Giulia Paolucci
KOSTÜM ASSISTENZ: Kahori Furukawa
VIDEO ASSISTENZ: Phillip Hohenwarter
TECHNISCHE LEITUNG: Oliver Houttekiet
LICHTTECHNIK: Jan Maertens
SOUNDTECHNIK: Vincent Malstaf
BÜHNENTECHNIK: Gilles Roosen
PRODUKTIONSLEITUNG: Eline Verzelen
TOURLEITUNG: Annabel Heyse
PRODUKTION: Damaged Goods (Brüssel)
 
KOPRODUKTION: HAU Hebbel am Ufer (Berlin), La Bâtie Festival de Genève, Gessnerallee (Zürich), BIT Teatergarasjen (Bergen), Les Spectacles Vivants - Centre Pompidou (Paris)
UNTERSTÜTZT VON: Hauptstadtkulturfonds (Berlin)
 
Meg Stuart & Damaged Goods werden von den Flämischen Behörden und der Flämischen Gemeinschaftskommission unterstützt.
 
DANK AN: Sigal Zouk, Jane Armitage, Pope Freeman, Jonas Mekas, Wanda Golonka, Abigail Child (für einen Teil des Soundtracks von MUTINY), Johanna Peine, Uferstudios (Berlin) und Ponderosa (Stolzenhagen)
 
 
Meg Stuart, geboren in New Orleans, ist Choreografin und Tänzerin und lebt und arbeitet in Berlin und Brüssel. Als Tochter von Theaterdirektoren, begann sie in Kalifornien in frühem Alter zu tanzen und zu spielen und regelmäßig in Produktionen ihrer Eltern von Freunden der Familie zu performen. Ihre ersten Tanzstudien machte sie als Teenager mit Fokus auf einfache Bewegungsaktionen. Stuart beschloss 1983, nach New York zu ziehen und studierte Tanz an der New York University. Sie setzte ihre Ausbildung bei Movement Research fort, wo sie zahlreiche zeitgenössische und Formen der Release-Techniken erlernte und in der New Yorker Tanzszene aktiv war.
 
Auf die Einladung hin, beim Klapstuk Festival in Leuven (1991) zu performen, schuf sie ihr erstes abendfüllendes Stück „Disfigure Study“, das ihre künstlerische Karriere in Europa lancierte. In dieser Choreografie, nähert sich Stuart dem Körper als angreifbare physische Einheit an, die dekonstruiert, verzerrt oder verschoben werden kann, und dabei immer noch spürbar bleibt undSinn ergibt. Mit einem Interesse an der Ausarbeitung ihrer eigenen Struktur, gründete Stuart 1994 in Brüssel die Compagnie Damaged Goods, um ihre künstlerischen Projekte zu entwickeln. Damaged Goods ist eine flexible, offene Struktur, die die Produktion von stark variierenden Projekten und interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht. Meg Stuart und Damaged Goods haben über dreißig Produktionen erarbeitetet, von Soli bis zu Gruppenstücken sowie ortsspezifische Werke, Installationen und Improvisationsprojekte.
 
Stuart ist bestrebt, eine neue Sprache für jedes Stück in Zusammenarbeit mit Künstler_innen aus verschiedenen kreativen Disziplinen zu entwickeln und arbeitet im Spannungsfeld zwischen Tanz und Theater. Die Verwendung von Theater-Objekten, neben dem Dialog zwischen Bewegung und Erzählung, sind wiederkehrende Themen in ihren Choreografien. Stuarts choreografische Arbeit dreht sich um die Idee eines unbeständigen Körpers, der verletzlich und selbstreflexiv ist. Durch Improvisation, erkundet Stuart körperliche und emotionale Zustände oder die Erinnerungen an sie. Ihre künstlerische Arbeiten steht analog zu einer ständig wechselnden Identität. Sie re-definieren sich ständig selbst auf der Suche nach neuen Präsentationskontexten und Bereichen für den Tanz.
 
Meg Stuart/Damaged Goods kooperiert oft mit dem Kaaitheater (Brüssel) und dem HAU Hebbel am Ufer (Berlin). Auf Einladung des künstlerischen Leiters Johan Simons, kooperiert die Kompagnie von 2015 bis zum 2017 mit der Ruhrtriennale. 2016-2017, tourt Meg Stuart/Damaged Goods mit den Stücken BLESSED (2007), VIOLET (2011), Built to Last (2012), An evening of solo works (2013), HUNTER (2014), UNTIL OUR HEARTS STOP (2015) und Shown and Told (2016).
 
 
(c) Iris Janke(c) Iris Janke(c) Maarten Vanden Abeele(c) Maarten Vanden Abeele
19. JAN - 21. APRIL
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TICKETS
 
Normalpreis € 20,–
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