Programm für Fr 2. Dez. 2016:
MILLI BITTERLI (AT) / PHILIPP GEHMACHER (AT) / MALIKA FANKHA (CH/AT)

AUGEN FÜR TANZ

Workshop
2. DEZ – 3. DEZ, 13.00 h – 18.00 h
 

Das Tanzquartier Wien möchte mit diesem praktischen und analytischen Einführungsworkshop, zeitgenössischen Tanz und Performance einem interessierten Publikum noch näher bringen. Dieses Jahr wird über die Beziehung von Erinnerung und Sprache im Tanz gearbeitet. Im praktischen Teil führen Philipp Gehmacher und Malika Fankha in ihre jeweilige Arbeitsweise ein. Anhand von Videos wird Milli Bitterli die Teilnehmer_innen zu Diskussionen anregen.

Eszter Salamon wird leider nicht teilnehmen können. Die Vorstellung MONUMENT 0.1: Valda & Gus musste leider abgesagt werden.

 
 
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Augen für Tanz ist eine Kooperation mit der ÖH der Akademie der Bildenden Künste Wien.
 

Milli Bitterli gründete 2000 die Compagnie artificial horizon. Seither hat sie zahlreiche kollektive, kooperative und choreografische Projekte durchgeführt und daran teilgenommen - mit Christine de Smedt, Wendy Houstoun, Superamas, Christine Gaigg, Markus Schinwald, Robert Steijn, Jack Hauser, Barbara Kraus, Lisa May Post, Theater im Bahnhof und Jennifer Lacey. 2001-2003 war sie künstlerische Leiterin für den Bereich Training und Workshop im Tanzquartier Wien. Als Tänzerin arbeitete sie zusammen mit Meg Stuart (Damaged Goods), Lloyd Newson (DV8), Nigel Charnock u. v. a. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Wiener Staatsoper und am Konservatorium der Stadt Wien in klassischem Tanz.

Philipp Gehmacher lebt in Wien und arbeitet lokal und international. Er ist Choreograph, Tänzer und Studierender der Universität für Angewandte Kunst. Seine Arbeiten ergründen dem Körper eingeschriebene Bewegungen und Aktionen und führen zu Forschungsfeldern wie: Geste, Raum und Berührung. Zwischen 2007 und 2012 entstanden neben zahlreichen choreografischen Arbeiten auch Kollaborationen mit Meg Stuart und Vladimir Miller, die Bühnenstücke wie auch Videoinstallationen hervorbrachten (dead reckoning, 2009, the fault lines, 2010). Seit 2008 Entwicklung der Lecture Performance walk+talk  und Beschäftigung mit Sprache, Ansprache und Äußerung (SAY SOMETHING, 2013). Seit 2011 entstehen Ausstellungen und Videoarbeiten (my shapes, your words, their grey, 2013). Die Arbeit an Objekten, Materialien und die Gestaltung von begehbaren Räumen (der grauraum) ist derzeit Gehmachers Fokus. Seit 2014 ist Gehmacher auch Teil der Klasse: Skulptur und Raum der Universität für Angewandte Kunst, Wien.
In 2016 ist Gehmacher mit neuen skulpturalen Arbeiten und Performances in Salzburg im Museum der Moderne, in Graz anlässlich des Festivals steirischer herbst, in Helsinki beim Baltic Circle International Theatre Festival und in Sydney bei der Biennale of Sydney zu sehen.
 
Malika Fankha studierte Schauspiel in Zürich absolvierte anschliessend ein Studium in Zeitgenössischen Tanz am SEAD in Salzburg und auf der NYU Tisch in New York. Seit 2009 arbeitet sie als Choreographin, Performerin und DJ in Wien. Neben der Zusammenarbeit mit SUPERAMAS (Huggy Bears Program), Tino Sehgal, Myriam van Imschoot, Mala Kline, Deborah Hazler, Asher O'Gorman, Maureen Kaegi, Costas Kekis und Laurent Ziegler, entwickelte sie ihre eigenen Stücke. Ausgangslage ihrer künstlerischen Arbeiten sind in erster Linie selbstgeschriebene Texte mit semi-autographischem Charakter,. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Musikalität und Rhythmisierung der Sprache, welche die strukturelle Grundlage für ihre choreografischen Partituren bildet. Die Elemente Text, Klang und Bewegung verfließen zu einer hybriden Ausdrucksform, die sich irgendwo zwischen lebender Skulptur, Sound-Poetry, experimentellem Rap und Science-Fiction Erzählung positioniert.
 

 

(c) Markus Gradwohl(c) Anja Manfredi
 
Normalpreis: 60 EURO
 
Ermäßigter Preis: 50 EURO (für Student_innen, TQW-Abonnent_innen, TQW-Card-Besitzer_innen, Ö1-Club, Der Standard-Abo und Frühbucher_innen bis 15. November)
 
Anmeldung in den Tanzquartier Wien / Studios oder: vermittlung [at] tqw [dot] at, +43-1-581 35 91-64